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Pressemitteilung / Leserbrief
...wurde an den Hanauer Anzeiger und die Frankfurter Rundschau gesendet...


HARTZ IV: TÄTLICHER AN- BZW. ÜBERGRIFF AUF „KUNDEN“

Wie das Hanauer Regionalzentrum für Arbeit des Main-Kinzig-Kreises (MKK) -
in Form der AQA GmbH, Eugen-Kaiser-Str. 7-9, in Hanau,
mit erwerbslosen Menschen umgeht, wird im folgenden Fall beschrieben:

Da mir bis Ende September kein Folgebescheid zur Weitergewährung meines ALG II zugesandt wurde, ging ich am 28. Sept. 2006 persönlich ins Regionalzentrum MKK, um meinen ALG2-Bescheid abzuholen. Danach bin ich damit, so wie ich es bisher mit jedem Bescheid bei einem neuen Bewilligungszeitraum gemacht hatte, zu dem MKK- Mitarbeiter am Kopierer. Dieser Mitarbeiter fertigte bisher dann immer eine Kopie des Originals und stempelte den GEZ- Befreiungsantrag an der dafür vorgesehenen Stelle zwecks erforderlicher Beglaubigung ab. Nicht so an diesem Tag, der Stempel wurde mir verwehrt. Ich schilderte sachlich und ruhig den Sachverhalt und bat um die Abstempelung des Antrags. Der MKK- Mitarbeiter jedoch machte sich über mich lustig und wollte mich durch den herbeigerufenen Sicherheitsdienst rausschmeißen lassen. „Der Herr möchte jetzt gehen!“, rief er dem Uniformierten zu.

Ich weigerte mich aber zu gehen und bestand beharrlich auf die Abstempelung des Papiers und auch darauf, als Mensch ordentlich behandelt zu werden. Ein uniformierter und stämmiger Sicherheitsmitarbeiter der AQA GmbH baute sich wild gestikulierend vor mir auf und drohte mir an, mich mit körperlicher Gewalt hinaus zu befördern – er erteilte mir ein „Hausverbot“ und meinte damit, „Kompetenzen dafür zu haben, mich raus zu schmeißen“. Nachdem er merkte, dass er mich dadurch nicht beeindrucken konnte, versuchte er mich erfolglos, auf plumpe Art und Weise, zu provozieren. Es kam zeitweise zu tumultartigen Szenen, ein weiterer MKK- Sachbearbeiter kam hinzu. Diesem Sachbearbeiter schilderte ich ebenfalls ruhig und sachlich den kompletten, nicht von mir verschuldeten Vorgang. Dieser Sachbearbeiter hätte ebenfalls die Möglichkeit gehabt, mir mein Formular abzustempeln, was er allerdings auch verweigerte.

Nachdem die Lage so festgefahren war meinte ich zu dem Mitarbeiter am Kopierer, dass „er sich auf die Situation nichts einzubilden bräuchte“. Dies veranlasste ihn dann, mich körperlich und tätlich anzugreifen. Er kam wortlos auf mich zu und schlug mir mit beiden Armen kräftig gegen meine Brust, so dass ich ein paar Schritte zurückgestoßen wurde.
Empört schrie ich auf und war entsetzt von diesem Verhalten. Der gewalttätige und angriffslustige MKK- Typ wurde durch seine eigenen Mitarbeiter etwas weiter weg auf einen Stuhl gesetzt. Nach einer Weile kam plötzlich Frau S., die sich mir als stellvertretende Amtsleiterin vorstellte. Ich schilderte ihr die Lage und bekam dann endlich, die von mir benötigten Stempel.

Es ist nicht nur der körperliche Angriff eines MKK-/AQA- Mitarbeiters (ein sog. 1-Euro-Jobber), der Stachel sitzt viel tiefer: es ist die schikanöse und herabwürdigende Behandlung, die ebenfalls durch den AQA eigenen Sicherheitsdienst und dem festangestellten Sachbearbeiter ausgingen, auf die ich mit diesen Zeilen aufmerksam machen möchte.
Auch erwerbslose Menschen haben eine Würde und wollen auch so behandelt werden!

Hanau, 05. Okt. 2006 - Name und Anschrift des Betroffenen sind uns bekannt.


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