Termin beim Arbeitsvermittler bei der optierenden Kommune im Main-Kinzig-Kreis – Regionalzentrum MKK, AQA-GmbH,
im November 2005
Die Erwerbslosen ALG2-BezieherInnen werden im MKK durch die Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit (AQA, AQA-GmbH) betreut. Von meiner Fallmanagerin habe ich eine „Einladung“ zu diesem Termin im Nov. 2005 bekommen, den ich in folgenden Punkten dokumentieren möchte:
- Ich war pünktlich, 1 - 2 Minuten vor der veranschlagten Uhrzeit da. Mein Arbeitsvermittler, Hr. H., hatte noch einen „Kunden“ zum Gespräch. Ich habe ca. 10 - 12 Minuten vor der Tür gewartet und wurde im Anschluß herein gerufen.
- Am Anfang des Gesprächs fragte Hr. H. Sachen, wie nach Besitz von Führerschein, Auto, Handy, Anrufbeantworter.
- Dann sagte Hr. H. mir, dass es z.Zt. keine Stellen im Bereich meiner Qualifikationen gäbe und man sich auch anderweitig umsehen müsste.
- Nach kurzem Blick auf seinen Monitor erklärte H., er hätte eine Stelle für mich. „Zwei Wochen, für Aldi Fernseher ausfahren. Für eine Weihnachtsaktion, bei der LCD-TV`s verkauft werden, könnte ich vom 12.12. bis 23.12.05 diese ausfahren/-liefern. Mit einem Transporter, so ca. 5 – 6 Geräte eine Tour.“
- Auf meinen Einwand, dass eine Beschäftigung, befristet für zwei Wochen, keine große Perspektive bringen würde, entgegnete Hr. H. mir: „Ich könnte dabei aber ordentlich etwas dazu verdienen.“
Ich sagte dann, das mir der Hauptteil des Zuverdienst unter ALG2 wieder abgezogen würde.
Darauf hin meinte Hr. H., dass das Geld nicht "abgezogen" sondern "angerechnet" würde.
Das ist richtig, kommt aber so ziemlich aufs Selbe raus, sagte ich darauf.
Hr. H. meinte dann, dass "wenn er nichts davon wüsste, er sich auch nicht weiter darum kümmern würde. Er hätte so viel zu tun, dass er sich nicht auch noch darum kümmern könnte".
Das ist doch aber illegal, sagte ich dazu.
Hr. H. wiederholte sich mit seiner Argumentation, seiner "vielen Arbeit" und das "ihm nicht der Kopf danach wäre, dies auch noch nach zu forschen". Da bräuchte ich mir keine Gedanken machen.
Mir war die Sache (Aufforderung zur Schwarzarbeit!) sehr suspekt und ich wollte an dieser Stelle des Gesprächs nicht weiter darauf eingehen.
- Hr. H. führte das Gespräch weiter, indem er mir auch für nächstes Jahr, ab Januar, eine mögliche Stelle in Aussicht stellte. Da ich durch meine Aus- / Weiterbildung sehr gut qualifiziert wäre, und die dort ausgeführten Tätigkeiten doch auch in eine ähnliche Richtung zielen würden.
- Mir wurde noch mitgeteilt, dass ich im Dezember an einem Vorgesprächstermin für den zwei Wochen TV-Geräte-Job teilnehmen solle, bei dem alle näheren Angelegenheiten geklärt würden. Hierfür bekäme ich aber noch eine Einladung von Hr. H., bzw. er melde sich kurz vorher noch Mal. Auch das man eine Fahrgemeinschaft zum Ort des Arbeitsplatzes arrangieren könnte, da ich kein eigenen PKW habe, wurde mir von Hr. H. zugesichert. Ich bekam noch seine Tel. Nr. und einen PC-Ausdruck, auf dem sich lediglich die Adresse der Fa. befand, die die Ausfahrtätigkeit anbietet.
- Am Ende des Gesprächs sprach mich Hr. H. noch Mal an, indem er mir erklärte, „also Sie wissen ja, ich bin wie die drei Affen“ und er machte dabei eine Handbewegung vor seine Auge, Ohr und Mund.
Ich hatte mir vorgenommen, falls ich eine offizielle Einladung für den Termin im Dez. 05 bekomme, diesen wahrzunehmen. Aber natürlich nicht, um mich auf irgendwelche illegalen Beschäftigungsverhältnisse einzulassen, sondern um die Sache weiter zu dokumentieren. Eine Einladung (schriftlich / telefonisch) hierzu kam allerdings nicht mehr.
Hanau, den 25. Nov. 2005
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